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Warum sollen Sie Motorrad-Schutzkleidung tragen?

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Auch bei heißen Temperaturen sollten Motorradfahrer auf Schutzkleidung achten.

Sonst müssen sie selbst bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall mit Kürzungen ihrer Ansprüche wegen Mitverschuldens rechnen. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) Brandenburg hervor. Im vorliegenden Fall ist es zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Autofahrer und einem Motorrad gekommen.
Unstrittig traf den Biker keine Schuld. Er forderte Schmerzensgeld in Höhe von 25 000 Euro sowie eine Rente von monatlich 250 Euro.
Das Landgericht und das Oberlandesgericht hielten dagegen 14 000 Euro für ausreichend.
Der Biker hatte schwere Verletzungen, Prellungen und Platzwunden am Bein, die operiert werden mussten.
Nach Ansicht der Richter wären diese Verletzungen nicht oder zumindest nicht so schwer gewesen, wenn er Motorradschutzkleidung statt lediglich einer Stoffhose getragen hätte. Die Richter wiesen darauf hin, dass bei Motorradunfällen mit einer Quote von 80 Prozent besonders die Beine betroffen sind. Es gibt kein Gesetz, Motorradschutzkleidung zu tragen. Die allgemeinen Sorgfaltspflicht sei aber gerade wegen der besonderen Verletzungsgefahr normale Bekleidung unverantwortlich.
Deshalb käme in solchen Fällen ein deutliches Mitverschulden zum Tragen. Seine Bewertung dehnte das Gericht ausdrücklich auch auf „kleine Maschinen“ aus (OLG Brandenburg, Az.: 12 U 29/09// DAR 2009,649).

2017-11-07T15:31:59+00:00